Sonderband zu „Corona und die Spiritualität”

Sonderband zu „Corona und die Spiritualität”

In der Reihe „Wissenschaft und Weisheit – Franziskanische Studien zu Theologie, Philosophie und Geschichte“, herausgegeben von Rafael M. Rieger OFM, Johannes Baptist Freyer OFM und Thomas Dienberg OFMCap ist mit Band 83 ein Sonderdruck erschienen, in dem sich u.a. 2 Autoren aus den Reihen von IUNCTUS mit den Herausforderungen der Pandemie befassen.

Entlang dem Motto des digitalen Dies Academicus der PTH am 8. Dezember 2020 „AHA und Amen – Corona und die Spiritualität“ haben die Referenten des Tages ihre dortigen Vorträge noch einmal überarbeitet. Prof. Arndt Büssing legt die Ergebnisse einer empirischen Umfrage zum Umgang mit Corona dar, Prof. Ulrich Lüke (em. Professor für Systematische Theologie /RWTH Aachen, Krankenhaus-Seelsorger am Franziskus-Hospital Münster) setzt sich mit den Herausforderungen für Kirche und Theologie durch die Pandemie auseinander und schließlich konfrontiert Prof. Thomas Dienberg die Herausforderungen mit der franziskanischen Spiritualität.

Zertifikatskurs Spiritualität startet im Dezember 2021 wieder

Unter dem Titel „Spiritualität – Theologie und Praxis“ startet im Dezember 2021 die 2. Runde der  berufsbegleitenden Weiterbildung mit Zertifikat von IUNCTUS.

In diesem praxisorientierten Kursprogramm werden die Reflexion und der Erwerb spiritueller Fähigkeiten im persönlichen Lebens- und Arbeitsbereich in den Vordergrund gestellt. Damit steht das Angebot in der langjährigen Tradition der bisherigen Fortbildung „Theologie der Spiritualität“ der PTH Münster. Die konzeptionelle Verantwortung liegt bei P. Dr. Cosmas Hoffman OSB und Dr. Michael Höffner. Sie bringen mit ihren unterschiedlichen Professionen und vielfältigen Erfahrungen in verschiedenen Aufgaben und Kontexten ihre reichhaltigen theologischen, spirituellen, psychologischen und pädagogischen Kompetenzen ein.

Die Weiterbildung erstreckt sich insgesamt auf zwei Jahre und umfasst neben den auf sechs Kurswochen verteilten Modulen zusätzlich zwei Reflexionswochenenden. Tagungsorte sind das Haus der Stille der Abtei Königsmünster in Meschede und das Kapuzinerkloster in Münster. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein Hochschulzertifikat.

Die Weiterbildung richtet sich vor allem an Mitarbeitende im pastoralen Dienst, als Mitarbeitende in kirchlichen, caritativen und sozialen Organisationen sowie als Ordensfrauen und -männer und ist entsprechend konzipiert.

Der 1. Kurs endet im Februar 2021, der 2. Folgekurs beginnt wieder mit dem 1. Modul im Dezember 2021. Weitere Informationen und die Termine finden Sie hier.

Weihnachtsgottesdienste im Corona-Jahr 2020 – Ergebnisse einer Online-Umfrage

In den Tagen vor Weihnachten 2020 wurde eine Online-Umfrage zu den Plänen durchgeführt, die Menschen im Blick auf die rituell-gottesdienstliche Gestaltung des Festes für sich hatten. Federführend waren personell Arndt Büssing (Professur für Lebensqualität, Spiritualität und Coping der Universität Witten/Herdecke) und Stephan Winter (Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft der Katholisch-Theologischen Fakultät an der Eberhard Karls Universität Tübingen), institutionell eingebunden zudem das Deutsche Liturgische Institut, Trier sowie IUNCTUS – Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität der PTH Münster. – Wenngleich die Ergebnisse keinerlei Anspruch auf Repräsentativität erheben können, sind sie doch hinsichtlich bestimmter Aspekte bemerkenswert.

746 Personen haben teilgenommen, von denen sich 55,7% als weiblich und 44,3% als männlich eingestuft haben; der Altersdurschnitt liegt bei 49 ± 15 Jahren. Hinsichtlich der regionalen Verteilung der Wohnsitze ist auffällig, dass innerhalb Deutschlands ein Schwerpunkt im Süden und Südwesten liegt, woher über ein Drittel der Teilnehmerinnen stammt, weitere ca. 13% ordnen sich Berlin und Brandenburg zu, in Hessen und Rheinland-Pfalz leben jeweils etwas über 5%, in Niedersachsen knapp 9 und in Nordrhein Westfalen knapp 25 %; die übrigen Teilnehmerinnen verteilen sich über weitere deutsche Bundesländer, Österreich, die Deutschschweiz, Belgien, Italien und Spanien. – Wichtig für die richtige Einordnung einiger Teilergebnisse sind die Konfessionen der Teilnehmenden: Wir haben mit unserer Umfrage vorwiegend Katholiken erreicht (73%), 6% sind evangelische Christen und 13% Adventisten, sowie 4% „andere“ und 4% ohne Religionszugehörigkeit.

Unser Schwerpunkt waren die Fragen nach dem Glauben als Halt „in schweren Zeiten“, nach der Häufigkeit des Kirchgangs / Gottesdienstteilnahme vor und während der Pandemie sowie danach, in welcher Form die Befragten an einem Weihnachtsgottesdienst teilzunehmen planten.

Für die meisten der Antwortenden ist ihr Glaube ein „fester Halt in schwieriger Zeit“ (75%; 20% sind unentschieden und 5% lehnen diese Aussage ab). 71% geben zudem an, in der Kirche engagiert zu sein. Der Glaube spielt also für die Mehrzahl der Teilnehmenden eine Rolle.

Was die Frequenz der generellen Gottesdienstteilnahme angeht, sagen 60%, sie gingen einmal je Woche in den Gottesdienst, 18% mehrmals im Monat und weitere 13% gehen immerhin noch „hin und wieder“ zum Gottesdienst; lediglich 10% gehen „fast nie“ bzw. nur an hohen Feiertagen. Die Verteilung innerhalb der Konfessionen ist hier interessant: Von den Katholik*innen sind es über 60%, die „wöchentlich“ angeben, unter den wenigen evangelischen Christ*innen 32,6%, bei den Adventist*innen 88,3% und in der Gruppe der „Anderen“ 59% (von ihnen gehen aber auch 17% fast nie zum Gottesdienst). Von den Konfessionslosen nehmen 54% „fast nie“ an einer entsprechenden Feier teil. – Nachdem damit ein grobes Bild erhoben wurde, wie es bei den Befragten um die Bedeutung des Gottesdienstes steht, insofern sie sich in der ansonsten üblichen Teilnahme widerspiegelt, wurde nach dem Gottesdienstverhalten unter Corona-Bedingungen gefragt.

Der Befund ist bemerkenswert, dass nach der (wenn auch eingeschränkten) Wiederaufnahme öffentlicher Gottesdienste 48,3% der Teilnehmenden angaben, in der für sie üblichen Frequenz Gottesdienste mitgefeiert zu haben, während 46,2% angeben, dies „deutlich weniger“ getan zu haben, lediglich 4,8% haben die Frequenz deutlich erhöht. Hinsichtlich dieser Aussagen gibt es zwischen den involvierten Konfessionen keine signifikanten Unterschiede. Rituell geprägte Handlungskontexte, die in physischer Kopräsenz konstituiert worden sind, haben demnach deutlich an Bedeutung eingebüßt.

Nimmt man hinzu, dass die Teilnehmer*innen der Umfrage sich selbst als wenig ängstlich einschätzen (bei einem mittleren Score von 29 ± 26 auf einer 100er Belastungsskala), sie sich aber durch die Pandemie in ihrem Alltag als eingeschränkt erlebten (mittlerer Score von 52 ± 25 auf einer 100er Belastungsskala), dann dürften die Gründe dafür eher damit zusammenhängen, dass sie die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie möglichst aktiv mittragen wollten.

Vor dem Hintergrund der üblichen Praxis der Teilnehmenden wurden die notwendigen Auflagen bei der öffentlichen Feier von Gottesdiensten in „Corona-Zeiten“ von vielen als Einschränkung/Belastung erlebt: von 39% sehr stark, von 37% etwas, von 24% jedoch nicht.

Auch wurde die insgesamt geringere Teilnahmefrequenz an Gottesdiensten keineswegs in größerem Umfang durch Besuche in Kirchenräumen außerhalb von Gottesdienstzeiten, „um dort zu beten eine Zeit in Stille zu verbringen“ etc. kompensiert: 43,7% haben dies „fast nie“, 29,6% „hin und wieder“, 12% mehrmals im Monat und 14,7% einmal pro Woche praktiziert. Der „fast nie“-Option haben bei den Katholik*innen nur 36,5% zugestimmt, bei evangelischen Christ*innen und Adventist*innen jeweils 61%, bei den „Anderen“ 66% und bei den Konfessionslosen 79%. Ob dies der höheren Bedeutung entspricht, die Kirchenräume insgesamt innerhalb der römisch-katholischen Tradition haben, ist unklar.

Jedenfalls war das anstehende Weihnachten auch von diesen Umständen her für 26% aufgrund der notwendigen Kontaktbeschränkungen „eine große emotionale Herausforderung“, für 47% jedoch nicht (27% waren hier unentschieden). Für viele war es aufgrund der Kontaktbeschränkungen „gerade deswegen eine besondere Feier“ (39%), für 40% jedoch nicht (21% waren hier unentschieden).

Wie sah es mit den Plänen aus, das „kirchliche“ Weihnachtsfest zu feiern? Eine Teilnahme an einem Weihnachtsgottesdienst, Krippenfeier o. ä. über digitale Medien (online) wurde von 28% geplant, in physischer Präsenz (in der Kirche oder an einem alternativ dafür angebotenen Ort) von 51%. Häusliche Gottesdienst-/Andachtsform (z.B. ökumenische Hausliturgie) an Heiligabend auf Basis einer kirchlichen Vorlage wurden nur von 10% geplant und in einer selbst zusammengestellten Form von 17%. Das ist u. a. vor dem Hintergrund, dass eine Fülle solcher Vorlagen erstellt und publiziert worden ist, doch etwas ernüchternd, zumal weitere 33% angaben, sie wollten einfach nur eine besinnliche Zeit zu Hause zu verbringen und 7% „gar nichts Besonderes“ planten. Angesichts dessen, dass doch der bei weitem größte Teil aller Befragten normaler Weise sehr regelmäßig oder zumindest an hohen Feiertagen entsprechend praktiziert, ist es doch erstaunlich, dass so viele sagten, sie wollten (aktiv mittuend oder schlicht anwesend) keine solche Feier in physischer Präsenz begehen – nicht in einer Kirche, nicht an einem alternativen Ort.

Hier war es interessant, diese Antworten noch einmal genauer auf die Konfessionen hin zu betrachten: 25% der katholischen Teilnehmende wollten Online-Angebote nutzen, 24% der evangelischen Christ*innen, jedoch 55% der Adventist*innen, sowie 27% der „Anderen“ und auch 21% der Konfessionslosen. Diese Unterschiede sind trotz der kleinen Fallzahlen in einigen Gruppen dennoch signifikant (p<0,0001, Chi2 Test). Demgegenüber wollten 61,6% der Katholik*innen, 32,6% der evangelischen Christ*innen und lediglich 25,5% der Adventist*innen eine solche Feier in physischer Kopräsenz besuchen.

Sucht man nach Gründen für diesen deutlich unterschiedlichen Positionierungen in Bezug auf Präsenz- bzw. Online-Feier, dann kann man anführen, dass innerhalb der deutschen Adventistengemeinschaft schon seit Längerem professionell digitale Gottesdienstangebote gestaltet und den Gemeinden ein sehr gutes Angebot für die Kreierung entsprechender Formate gemacht wird. So gibt es etwa eine Vielfalt entsprechender Fortbildungsangebote und Workshops (vgl. u. a. https://www.adventisten.de/covid-19/; https://bmv.adventisten.de/material/arbeitshilfen-fuer-gemeinden-in-besonderen-zeiten/1-online-gottesdienste/). Dies dürfte sich auf die Verteilung der kreativen Potentiale und das Nutzungsverhalten nun gerade vor Weihnachten, nachdem die Pandemie schon einige Monate angedauert hatte und entsprechende Erfahrungen gesammelt werden konnten, entsprechend ausgewirkt haben. Für die beiden Großkirchen und die einschlägig tätigen Stellen könnten die erhobenen (wie gesagt: nicht repräsentativen) Zahlen vielleicht ein Hinweis darauf sein, dass noch genauer geprüft werden muss, in die Erstellung welcher Medien/Materialien bzw. die Gestaltung welcher Formate zukünftig für die Bewältigung außergewöhnlich herausfordernder Situationen wie einer Pandemie mehr bzw. weniger investiert werden sollte. Ein weiterer Schritt wäre, daraus ggf. Folgerungen auch für den „Normalbetrieb“ zu ziehen.

Aber man sollte noch einen weiteren Befund ins Spiel bringen: den zur Zufriedenheit mit der Unterstützung in Corona-Zeiten durch Familie und Freund*innen einerseits und durch die Religionsgemeinschaft vor Ort andererseits, die man als Ressource ansehen könnte. 68,6% sind mit ihren Freundeskreisen und Familien als Ressource zufrieden oder sogar sehr zufrieden (und 13,9% immerhin „eher zufrieden“), jedoch nur 31,0% mit ihrer Religionsgemeinschaft. Hinsichtlich der Zufriedenheits-Scores gibt es keine signifikanten Unterscheide in Bezug auf die Konfession. Es ist bedenklich, dass der Religionsgemeinschaft vor Ort damit eine geringe Bedeutung hinsichtlich der Unterstützung in einer Krisenzeit zugesprochen wird. Zwar gibt es mittlerweile viele mediale Angebote, aber ob und wie diese bei der Mehrzahl der Adressat*innen ankommt, ist unklar. Unterstützung wird vielmehr im konkreten Familien- und Freundesumfeld gesucht als in der Religionsgemeinschaft. Die Zufriedenheit mit dem Zusammenhalt innerhalb der lokalen Glaubensgemeinschaft ist eher gering (9,0% sehr zufrieden, 19,1% zufrieden und 18,8% eher zufrieden).

2. Symposium zu geistlicher Trockenheit im November 2021

Hybrides Symposium „Geistliche Trockenheit” im November 2021

Erfahrungen geistlicher Trockenheit oder Gefühle, dass die eigenen Gebete in Leere gehen, werden immer wieder berichtet. Diese Erfahrungen haben nicht unbedingt etwas mit „Versagen“, „Schwäche“ oder „Schuld“ zu tun – sie sollten nicht pathologisiert werden, sondern als Passage auf dem geistlichen Weg aufgefasst werden, der manchmal mühsamer ist als bei anderen.

Welche Erfahrungen haben andere Menschen mit diesen Phasen der geistliche Trockenheit und Dürre gemacht, wie sind diese damit umgegangen – auch als Seelsorger*in und geistliche Begleitung? Welche Strategien im Umgang haben sich bewährt? Welche Formen der Unterstützung könnte es geben? – Darüber wollen wir mit Ihnen und den Referent*innen ins Gespräch kommen und die Türe wieder aufmachen.

Das nach 2018 zweite, multidisziplinäre Symposium zum Thema findet am  5./6. November 2021 als Hybridveranstaltung statt – eine Teilnahme ist entweder in Präsenz oder digital möglich.

Das Programm und weitere Informationen finden Sie in unserem Flyer.

 

 

Corona und der Umgang mit der Krise

Foto: congerdesign / pixabay

Corona und der Umgang mit der Krise / Erste Ergebnisse der Befragung

Corona hat uns alle herausgefordert, auch das Institut IUNCTUS. Wir haben uns die Frage gestellt, in welchem Zusammenhang die Spiritualität mit dem Umgang mit der Corona-Pandemie steht und wie wir das erforschen könnten. Heraus kam eine Studie als anonyme Befragung.

Erste Befunde liegen nun vor und sind im aktuellen Kapuziner (PDF-Link) sowie in der Online-Zeitschrift Health and Quality of Life Outcomes (Link) frei abrufbar.

Sie können auch nach wie vor gerne an der anonymen Befragung teilnehmen wollen, den Link finden Sie hier.

Projekt zu Berufswahlprozessen junger Erwachsener abgeschlossen

Berufswahlprozesse bei jungen Erwachsenen – Projektabschluss

Von 2018 – 2020 hatte das Projekt „Berufswahlprozesse bei jungen Erwachsenen” des Jugenpastoralinstituts Benediktbeuern und IUNCTUS die Aufgabe, diese Phase von der Schule zum Beruf als ein Übergang und Herausforderung für junge Menschen und die Frage der Berufsfindung auch unter dem Aspekt der Berufung aus theologischer, pastoralpsychologischer und soziologischer Sicht zu diskutieren und zu evaluieren.

Mit der Publikation des Projektbandes „Beruf(en) leben” in der Reihe Beneditkbeurer Beiträge zur Jugendpastoral wurde das Projekt nun abgeschlossen.

Die Projektleiterin und Herausgeberin des Bandes, Prof. Dr. Katharina Karl (JPI) fasst zusammen: „Für junge Menschen sind pragmatische Gründe, aber auch die Frage nach Glück und Sinn wesentlich für die Wahl des Berufs. Nicht allen stehen alle Möglichkeiten dafür offen. Umso wichtiger sind Angebote einer berufungssensiblen Begleitung.“

Die Beiträge des 11. Jugendpastoralen Symposiums in Benediktbeuern sowie die Ergebnisse des dort diskutierten Forschungsprojekts enthalten vielfältige Perspektiven und Anregungen für Theorie und Praxis der Begleitung junger Menschen.

Gefördert wurde das Projekt vom Don Bosco Stiftungszentrum, den Diözesen Münster und Osnabrück sowie der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz.

 

 

Fragebogen zu Einstellungen und Reaktionen während der Corona-Pandemie

Liebe Besucher unserer Homepage, liebe Interessierte,

die COVID-19 Pandemie hat in den vergangenen Wochen das Leben unserer ganzen Gesellschaft deutlich verändert. Mit diesem anonym auszufüllenden Fragebogen möchten wir erfahren, wie Sie in dieser Zeit empfinden. Thematischer Schwerpunkt ist das Spannungsfeld aus Belastungserleben und Wohlbefinden und welchen Einfluss hier die Suche nach Sinn und Bedeutung und Glaube/Spiritualität als hilfreiche Quelle haben. Vielleicht haben diese Aspekte für Sie persönlich mehr oder weniger große Bedeutung – vielleicht auch nicht. Jeder Mensch hat seine eigene Art und Weise mit Belastungen umzugehen. – Mit Ihren Antworten helfen Sie uns, Erkenntnisse über die psychosozialen und spirituellen Bedürfnisse in schwierigen Zeiten zu gewinnen, damit die Bedeutung dieser allgemeingesellschaftlich oft vernachlässigten Themenfelder genauer abgeschätzt und entsprechende Unterstützungsangebote künftig besser geplant werden können.

Wir möchten Sie herzlich einladen, an dieser anonymen Befragung teilzunehmen. Pater Thomas Dienberg erläutert das Ganze in diesem Video. Für das Ausfüllen des Fragebogens benötigt man 15-20 Minuten – das ist natürlich auch eine gute Gelegenheit, sich seiner Beweggründe und Verhaltensweisen noch einmal zu vergewissern. Es gibt dabei keine „richtigen“ oder „falschen“ Antworten, wichtig sind hier Ihre persönlichen Erfahrungen.

Alle im Rahmen der Befragung anfallenden Daten werden streng vertraulich behandelt und nur in anonymisierter Form bearbeitet. Es wird ausdrücklich betont, dass alle Informationen, die Sie hier gemacht haben, nicht mehr mit Ihnen als konkrete Person in Verbindung gebracht werden können. Die Belange der Schweigepflicht und des Datenschutzes werden voll gewahrt. In den Umfrageantworten werden keine persönlichen Informationen über Sie gespeichert. IP-Adressen der Antwortenden werden nicht protokolliert. Dementsprechend können keine Aussagen rückwirkend gelöscht werden. Timings werden nicht gespeichert; die Antworten werden jedoch mit einem Zeitstempel versehen.

Hier geht es zur Befragung

Danke für Ihr Mitwirken!

IUNCTUS – Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster
Professur Lebensqualität, Spiritualität und Coping der Universität Witten/Herdecke

Artikel zu Auslösern geistlicher Trockenheit erschienen

Die IUNCTUS-Mitarbeiter Prof. Dr. Arndt Büssing und Mareike Gerundt haben unter dem Titel “Triggers of Spiritual Dryness – Results from Qualitative Interviews with Religious Brothers and Sisters” gemeinsam mit Yvonne Beerenbrock und Bettina Berger von der Universität Witten / Herdecke einen Artikel zu Auslösern geistlicher Trockenheit verfasst, der jüngst im Online-Fachjournal Pastoral Psychology erschienen ist.

Den Link zum vollständigen Artikel finden Sie hier.

Neuer religions-Artikel online

Das Autorentrio Prof. Dr. Arndt Büssing, Prof. Dr. Klaus Baumann und Prof. Dr. Stephan Winter hat jüngst einen Artikel im Online-Journal RELIGIONS mit dem Titel “Perceptions of Religious Brothers and Sisters and Lay Persons that Prayers go unanswered is a matter of perceived distance from God” veröffentlicht.

Der Artikel ist hier als Download verfügbar.

In Sorge – In Hoffnung. Kapuzinerklostergarten erhält UN-Auszeichnung

Stellten Ihr neues Buch zur Enzyklika Laudato si‘ vor: Prof. Dr. Klaus Töpfer, Prof. P. Dr. Thomas Dienberg OFMCap, Prof. Dr. Stephan Winter, Br. Dr. Bernd Beermann OFMCap (v.l.n.r.)

In Sorge – In Hoffnung.

Der Kapuzinerklostergarten Münster erhält Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt durch Bundesumweltministerin Svenja Schulze und IUNCTUS stellt ein neues Buch zur Enzyklika Laudato si‘ vor

Am 2.2.2020 erfuhr das Gemeinschaftsprojekt „Kapuzinerklostergarten Münster“ besondere Anerkennung: Bundesumweltministerin Svenja Schulze verlieh in der Klosterkirche Münster vor rund 150 Gästen dem Kapuzinerorden und seinen Partner*innen, dem Institut für Theologische Zoologie und IUNCTUS. Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität, beide angesiedelt an der Philosophisch Theologischen Hochschule (PTH), den Alexianer Werkstätten sowie dem NABU NRW und NABU Münster die Auszeichnung der UN-Dekade für Biologische Vielfalt.

Bundesministerin Schulze betonte in ihrer Rede die Bedeutung religiöser Gruppen für den Naturschutz. Der Kapuziner Klostergarten Münster sei dafür ein gelungenes Beispiel. Gerade Gemeinden verfügten über Gärten und Ländereien und könnten dort durch entsprechende Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen und kostbare Naturoasen auch mitten in der Stadt schaffen.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde zudem eine neue Publikation vorgestellt. Das Buch „Mit Sorge – in Hoffnung. Zu Impulsen aus der Enzyklika Laudato si’ für eine Spiritualität im ökologischen Zeitalter“ bündelt Erträge aus einem geneinsamen Forschungsprojekt von Wissenschaftler*Innen, die am IUNCTUS und in Partnerorganisationen tätig sind. Herausgegeben wird der Sammelband von Prof. P. Dr. Thomas Dienberg OFMCap und Prof. Dr. Stephan Winter (IUNCTUS/Bistum Osnabrück).

Nach Lesungen von Buchauszügen, die u.a. die Schöpfungsspiritualität des heiligen Franz von Assisi, wie sie sich besonders in seinem Sonnengesang zeigt, und Überlegungen zur Konzeption eines „Franziskanischen Gartens“ thematisiert haben, verwies einer der Autoren, Bundesumweltminister a.D. Prof. Dr. Klaus Töpfer, in seinem Redebeitrag noch einmal nachdrücklich auf die Brillanz der Umweltenzyklika: Papst Franziskus habe mit diesem Text die wichtige Tradition der christlichen Soziallehre programmatisch in Richtung einer sozialen und ökologischen Gestaltung der globalen Wirtschaft weiterentwickelt.

Bruder Dr. Bernd Beermann OFMCap, Guardian des Kapuzinerklosters Münsters und am IUNCTUS verantwortlich für den Themenbereich „Ökologie“, bedankte sich zum Schluss bei allen Partner*innen für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Näheres zu Projekt und Terminen 2020 im Kapuziner Klostergarten unter www.kapuzinerklostergarten.de und zur Arbeit von IUNCTUS unter www.iunctus.de

Für erfrischende musikalische Unterhaltung sorgte die irische Folk-Band Scarlet Scallywags.

Die UN-Dekade zeichnet im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ Projekte aus, die sich der Schnittstelle von Natur und sozialen Fragen widmen. Die Auszeichnung der UN-Dekade wird für zwei Jahre verliehen.

Die Publikation „Mit Sorge – in Hoffnung“ von Dienberg und Winter erscheint am 20.02.2020 im Friedrich Pustet Verlag. Nähere Infos dazu hier.

           

     

Bildrechte: Karola Wiedemann / Tonia Capiello / Petra Runte (ITZ), Stephan Winter (IUNCTUS)

Einen Artikel der Westfälischen Nachrichten finden Sie hier.
Den Beitrag des Pustet-Verlags finden Sie hier.