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Aktuelle Projekte

 

  • Umfrage zu Veränderungen von Einstellungen und Verhaltensweisen in der Corona-Pandemie

Die COVID-19 Pandemie hat in den vergangenen Monaten das Leben unserer Gesellschaft deutlich verändert. Um nicht nur das Belastungserleben in den Blick zu nehmen, sollten auch wahrgenommene Veränderungen von Einstellungen und Verhaltensweisen („Perceptions of Change“) im Sinne von Transformationsprozessen („Spiritual Transformation“ oder „Posttraumatic Growth“) in den Vordergrund gestellt werden. Welchen Einfluss haben die wahrgenommene Veränderungen auf den Umgang mit Belastungsindikatoren und wie beeinflussen sie das Wohlbefinden und die Lebenszufriedenheit; welchen Einfluss hat der Glaube als Halt-gebende Ressource und welche Bedeutung Ehrfurcht/Dankbarkeit als säkulare Form einer wahrnehmenden Spiritualität? – Um diese und andere Fragen nachzugehen, wurden Surveys in unterschiedlichen Personenkreisen initiiert, darunter auch Ordenschristen.

Wir freuen uns sehr, dass das Thema Interesse auch bei anderen geweckt hat, sodass es nun zu Kooperationen mit Forschern aus Israel, dem Iran und Polen gekommen ist.

Mit den Antworten sollen Erkenntnisse über nutzbare Ressourcen gewonnen werden, die in der Corona-Pandemie hilfreich und zur Planung von Unterstützungsangebote hilfreich sind.

Wenn Sie selber an der anonymen Befragung teilnehmen wollen, finden Sie den Link hier.

Bei inhaltlichen Anliegen und Fragen können Sie sich mit Prof. Dr. Arndt Büssing in Verbindung setzten.

 


  • Geistliche Trockenheit // Spiritual Dryness

Bis zum heutigen Tage haben 400 Personen (auch Ordensleute) an unserer Befragung („Fragebogentest“) zu den Themenbereichen Spiritualität, Wahrnehmung des Heiligen und geistliche Trockenheit teilgenommen.
Hierzu begleitend, werden vertiefende qualitative Interviews mit Ordensleuten durchgeführt.Dabei geht es nicht nur um das Erleben „geistlicher Trockenheit“ (auch wenn es nur selten oder bisher auch gar nicht vorgekommen ist), sondern auch um das Leben in einer älter und kleiner werdenden Gemeinschaft und die Motivation im Glaubensleben.

Dass Gefühle „geistlicher Trockenheit“ auftreten können, ist nicht ungewöhnlich. Religiöse Menschen machen die Erfahrung, dass Gott nicht immer so antwortet, wie sie es erwarten oder wünschen. Solche Phasen können im günstigsten Fall überwunden werden, und das führt auch zu einer Vertiefung des geistlichen Lebens – oder die Gefühle der Trockenheit persistieren und führen zu spiritueller Verzweiflung und Glaubensverlust. Wenn solche Gefühle zum Beispiel bei seelsorglich Tätigen anhalten, kann dies den Umgang mit anderen beeinträchtigen – denn die eigene Arbeit ist vielleicht nicht mehr „beseelt“, sie wird nur noch zur Routine, und das eigene geistliche Leben verkümmert.

Wie damit umgegangen wird, ist entscheidend: Zieht sich der Betroffene innerlich zurück, bleibt er in Beziehung zu Gott, wendet er sich anderen zu (entweder hilfesuchend oder selber helfend)? Mit Hilfe der Spiritual Dryness Scale (SDS-6) lassen sich sechs Empfindungen und Gefühle der gefühlsmäßigen Gottesferne erfassen. In der Deutschen Seelsorgestudie konnten hiermit erste Ergebnisse generiert werden1, die zu weiteren Fragen geführt haben, und die nun in unseren Forschungsprojekten vertieft werden sollen.
Langfristiges Ziel ist 1) die Erörterung des theologischen Hintergrundes gestützt auf einer sowohl empirischen als auch qualitativen Datengrundlage, 2) die Erörterung der Ergebnisse in Rahmen von Fokusgruppen und 3) die Entwicklung von Vorschlägen zur Begleitung dieser Form einer „spirituellen Krise“.

Vom 28.-29. September 2018 fand in Münster ein Multidisziplinäres Symposium zum Thema „Geistliche Trockenheit“ statt. Vom 5.-6. November 2021 findet das 2. Multidisziplinäre Symposium zur „Geistlichen Trockenheit” statt – coronabedingt wurde es um 1 Jahr verschoben. Merken Sie sich den Termin vor! Alle relevanten Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage des Forschungsprojekts: http://www.spiritual-dryness.net.

Bei inhaltlichen Anliegen und Fragen können Sie sich mit Prof. Dr. Arndt Büssing in Verbindung setzten:

Prof. Dr. Arndt Büssing
a.buessing@iunctus.de
+49 (0)2330 / 623246

 


  • Evaluation zu den Religiösen Kinderwochen

Im Auftrag des Bonifatiuswerks werden die Religiösen Kinderwochen (RKW) 2019 evaluiert.

Die Bedingungen und Umstände der Katechese befinden sich in einem starken Wandel. Die Religiösen Kinderwochen sind im Kontext der Diasporasituation der ehemaligen DDR als ein einzigartiges Instrument der religiösen Erziehung und Katechese entstanden. In Abgrenzung zur sozialistisch geprägten Erziehung stand die religiöse Glaubensunterweisung im Vordergrund und wurde nach der Wiedervereinigung Deutschlands fortgeführt. Anstelle des sozialistischen Staates ist inzwischen eine postsäkulare Kultur getreten, in der institutionelle Glaubensformen stark um Relevanz ringen. Eine neue Form der Diaspora entsteht dadurch, dass die Kirche im System der westlichen Gesellschaft nicht per se ausgegrenzt wird, sondern zunehmend an der Peripherie steht (vgl. Papst Franziskus, EG 30). Religiosität ist individueller, religiöse Typen sind vielfältiger geworden. Die RKW haben also ein sehr plurales Publikum. Sie werden von Kindern besucht, die im christlichen Glauben aufwachsen, begegnet aber immer mehr Teilnehmern, die mit Religiosität und Christentum kaum in Berührung gekommen sind. Es ist also notwendig, inhaltlich und methodisch zu differenzieren, um den Kindern gerecht werden zu können.

Das Instrument der RKW steht vor den Herausforderungen, sich diesen Veränderungen anzupassen und kann dazu auf katechetischen Standards aufbauen1, bedarf aber einer detaillierten Erhebung der Rahmenbedingungen, um diese zu konkretisieren.

Aktuelles zum Projekt

Verantwortlich: Prof. Dr. Katharina Karl (Jugendpastoralinstitut Benediktbeuern / IUNCTUS)
Projektpartner: Prof. Dr. Arndt Büssing (Universität Witten-Herdecke / IUNCTUS)

 


  • Berufswahlprozesse bei jungen Erwachsenen

Die Phase von der Schule zum Beruf ist ein Übergang, der heute mehr denn je eine Herausforderung für junge Menschen darstellt. Mit der Vielzahl an Wahlmöglichkeiten ist der Lebenslauf kaum vorgezeichnet. Trotz des vergleichsweise frühen Schulabschlusses lässt sich eine Verlängerung der Jugendphase beobachten. Vielfach werden Ausbildungswege projekthaft verstanden, bilden aber dennoch schon eine Weichenstellung für das spätere Leben. So ist diese Phase gekennzeichnet von der Notwendigkeit der Orientierung, die Chancen bietet, aber auch mit Unsicherheit verbunden sein kann. Entscheidungs- und Orientierungsfähigkeit zu fördern, ist ein wesentliches Element von Bildung und ein wichtiges pädagogisches Anliegen. Die Klärung der Eignung für eine Profession und der beruflichen Talente ist dabei eine Seite, Motivation und Engagement eine andere. Entwicklungspsychologische, sozialpsychologische und motivationale Faktoren spielen hier zusammen, was anhand von aktuellen Berufswahltheorien untersucht werden soll. Ziel des Projekts ist die Erhebung von Entscheidungs- und Wahlprozessen bei Jugendlichen sowie die Optimierung ihrer Begleitung. Das Forschungsvorhaben ist daher anwendungsbezogen konzipiert.

Über Berufswahl gibt es eine soziologische Forschungsrichtung, die Fragestellung der Begleitung solcher Prozesse ist bislang jedoch noch nicht eigens behandelt worden. In der Theologie beschränken sich bisherige Arbeiten in diesem Bereich auf die Wahl des Theologiestudiums, nicht auf die berufliche Grundorientierung und deren Begleitung. Das vorliegende Projekt greift also ein Desiderat auf.

Ausgehend vom Religionsbegriff der religionssensiblen Erziehung (Lechner/Gabriel) wird auch die existentiell-religiöse Dimension im Prozess der Entscheidungsfindung und deren Begleitung ins Auge genommen. Dieser Aspekt wird im Vorbereitungsdokument zur Jugendsynode besonders hervorgehoben: „Wirklich freie und verantwortliche Entscheidungen zu fördern (…) bleibt das Ziel jeder Berufungspastoral.“ Berufung wird hier in einem fundamentalen Sinne verstanden. Darauf nimmt das Forschungsvorhaben Bezug und versteht die Berufswahl als integrativen Teil der Berufung eines jeden jungen Menschen „zur Liebe und einem Leben in Fülle.“

Leitende Fragen sind:

  • Welche Faktoren (Trends am Arbeitsmarkt, Interessen, Sicherheit, Berufung…) sind ausschlaggebend für die Entscheidungsfindung junger Menschen?
  • Wie werden diese Suchbewegungen begleitet?Inwiefern wird Religion als Ressource, Motivation oder Hilfe für Wahlprozesse wahrgenommen?
  • Welche Erwartungen und Hoffnungen haben junge Menschen für ein erfülltes Leben?
  • Bestehen Zusammenhänge zwischen intrinsischer Motivation und Resilienz?

Verantwortlich: Prof. Dr. Katharina Karl (Jugendpastoralinstitut Benediktbeuern / IUNCTUS)

 


 

The open access journal RELIGIONS will publish in August 2018 the special Issue “Franciscan Spirituality and Its Impact for Today’s World” which is edited by P. Thomas Dienberg OFMCap. The intention is to bring together some of the most challenging and important aspects of the Franciscan Spirituality with challenging and demanding issues of the post-modern world. For that purpose we would like to add some empirical data and need your support for this survey.

Interested in the interconnection of Franciscan spirituality-inspired attitudes and behaviors with compassion, altruism, social transformation and responsibility in the world, we would like to continue our empirical work starting in Germany, and invite you to respond to some standardized questionnaire modules.

Participation is strictly by choice! The anonym information you may give is strictly confidentially and will be processes in an anonymous way (i.e., no names, initials, address, or other identifying variables). Professional discretion and data privacy will be guaranteed!

The questionnaire can be filled online (click on the title) or we could send you the questionnaire on request as ‘hard copy’ (pdf or word file), and you can return the filled documents later on either by email (a.buessing@iunctus.de) or fax (+49-2230-623810).

We would be very grateful if you could support us with filling the questionnaire, and start a ‘snowball’ by spreading the information to other brothers and sisters of the Franciscan family. We can manage this task only with the help of all of you. – Thanks a lot in advance!

Prof. Dr. Arndt Büssing, Professorship Quality of Life, Spirituality and Coping, Witten/Herdecke University, Germany
Prof. P. Thomas Dienberg OFMCap, IUNCTUS – Competence Center for Christian Spirituality, PTH/School of Theology Münster, Germany
Br. Marinus Parzinger OFMCap, Capuchin Minister Provincialis, Germany

 


Abgeschlossene Projekte