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Podiumsdiskussion von IUNCTUS auf dem Katholikentag | Iunctus
Podiumsdiskussion von IUNCTUS auf dem Katholikentag

Podiumsdiskussion von IUNCTUS auf dem Katholikentag

Podiumsdiskussion von IUNCTUS auf dem Katholikentag

V.r.n.l.: Dr. Dr. Thomas Rusche, Prof. P. Dr. Thomas Dienberg OFMCap, Alex Hoppe, Dr. Yvonne von Wulfen, Markus Warode, Prof. Dr. Katharina Karl

Die Podiumsdiskussion von IUNCTUS auf dem Katholikentag stand unter dem Titel „Spiritualität als Ressource in der heutigen Arbeitswelt – Modeerscheinung oder echter Beitrag zum (sozialen) Frieden?

Im bis zum letzten Platz gefüllten Tagungsraum der Bezirksregierung diskutierten Prof. P. Dr. Thomas Dienberg OFMCap (Direktor IUNCTUS, Münster), Dr. Dr. Thomas Rusche (Geschäftsführer der SØR Rusche GmbH, Oelde), Dr. Yvonne von Wulfen (Leiterin der Stabsstelle Personalentwicklung im Bistum Osnabrück) und Alex Hoppe (Hauptgeschäftsführer der Alexianer GmbH, Münster), inwieweit Spiritualität als Grundlage ökonomischen Handels dienen kann und ob eine solche Haltung womöglich sogar zum Unternehmenserfolg beitragen kann.

Unter der Moderation von Markus Warode (IUNCTUS, Münster) definierte der Theologe und Kapuzinerpater Prof. Dr. Thomas Dienberg Spiritualität als eine Grundinspiration des Lebens, aus der Werte und Haltungen, Formen und Rituale generiert werden können. Dabei müsse Spiritualität nicht religiös gebunden sein, sei aber das, was dem Leben Grund und Quelle, Ausrichtung und Perspektive gebe.

Dr. Dr. Thomas Rusche, der sein Familienunternehmen SØR in vierter Generation führt und u.a. die Forschungsgruppe EWD (Ethik und Wirtschaft im Dialog) leitet, schilderte die Herausforderung, als Unternehmer die wirtschaftlichen und ethischen Interessen zugleich berücksichtigen zu wollen. Obwohl der Druck groß sei, sei eine zutiefst christliche Haltung als Grundlage seines unternehmerischen Handels nicht wegzudenken. Vielmehr sei er dankbar für diese als Kraftquelle seines beruflichen wie privaten Lebens.

Dr. Yvonne von Wulfen entgegnete auf die Frage nach den Erfahrungen, die sie als Personalverwantwortliche im Kirchendienst gemacht habe, dass sie in ihrem Arbeitsalltag durchaus beobachte, dass eine reflektierte Haltung und stabile Wertegrundlage auch zu besseren Ergebnissen der Arbeitnehmer führen würden. Das Bistum Osnabrück biete seinen Arbeitnehmern nicht nur aufgrunddessen auch explizit an, ab und zu innezuhalten und Angebote zur geistlichen Besinnung wahrzunehmen.

Alex Hoppe, Diplom-Kaufmann und Master of Organizational Psychology, leitet den mit mehr als 16.000 Mitarbeitern größten katholischen Gesundheitskonzerns Deutschlands der Alexianer und sieht seine Mitarbeiter im Krankenhausalltag mit oft schwierigen Herausforderungen konfrontiert, z.B. in der forenischen Psychiatrie. Hier sei eine klare, christlich fundierte Haltung unabdingbar, um auch schwierigen Patienten respektvoll begegnen zu können. Er stehe als Geschäftsführer der Alexianer voll dahinter, den Führungskräften, auch in Zusammenarbeit mit IUNCTUS, die Möglichkeit zu geben, die eigene Spiritualität zu entdecken und in das Verhältnis zur Funktion bei den Alexianern zu setzen. Die Rückmeldungen hierzu seien ausschließlich positiv.

Die Theologin Prof. Dr. Katharina Karl agierte als Anwältin des Publikums und reichte deren Fragen an die Diskutanten weiter.

14. Mai 2018
Maria Nortmann